ROTSCHAU —Der Fremdenverkehrsverein Nördliches Vogtland hat in seiner Jahreshauptversammlung am Mittwochabend einen neuen Vorstand gewählt: Dabei erhielt Christa Trommer erneut als Vorsitzende das Vertrauen der Mitglieder. Sie leitet den Verein seit elf Jahren. Ihr Stellvertreter ist Wolfgang Richter, der zugleich die Stadt Reichenbach vertritt. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Wilfried Döring, Christian Müller, Monika Wagner und Jörg Troidl wieder gewählt. Neu im Vorstand ist Angelika Riechert. Sie hat nach dem plötzlichen Tod von Bernd Scholz die Pflege der Internetpräsentation übernommen und unterstützt den Verein in Sachen Werbung und Kommunikation. „Ich habe gesehen, mit wie viel Engagement und Fleiß der Verein arbeitet. Deshalb bringe ich mich gern ein“, erklärte sie nach der Wahl. 

In ihrem Rechenschaftsbericht hatte Christa Trommer das Jahr 2011 Revue passieren lassen. Aufgrund der verringerten Öffnungszeiten am Infopunkt Göltzschtalbrücke ist die Zahl der Beratungen für Besucher gegenüber 2010 um etwa 29.000 auf rund 15.600 zurückgegangen. Der Infopunkt ist wegen des Wegfalls staatlicher Förderung lediglich am Wochenende geöffnet. Was dem Verein und damit der Region verloren geht, erleben die Helfer immer an Feiertagen oder zwischen Weihnachten und Neujahr. Vor dem Jahreswechsel hatte der Infopunkt an acht Tagen jeweils drei Stunden geöffnet. Dabei wurden 1176 Besucher beraten. Die Zahl der Führungen und Busbetreuungen ging ebenfalls zurück. „Wenn der Infopunkt geöffnet ist, kommen oft Leute vorbei, die Ausflüge oder Klassentreffen vorbereiten. Ihnen bieten wir dann unsere Leistungen an. Wenn niemand unten ist, dann entgehen uns häufig auch Gruppen“, so die Vereinsvorsitzende. 

Ein gravierendes Problem seien im Winter die geschlossenen Toiletten gewesen. Die ehrenamtlichen Helfer waren häufig der Prellbock für die Kritik. Christa Trommer glaubt, dass jetzt mit der Veranstaltergesellschaft Vogtland Kultur eine verträgliche Lösung in Aussicht ist. Bei den Anfragen im Büro sei es häufig um den Ballon oder die eingerüstete Brücke gegangen. Eine Frau habe gefragt, ob denn der Zug bei Wind nicht von der Brücke fallen könne. Sie wolle mit der Bahn reisen und habe Höhenangst.

Für 2012 hofft der Verein auf mehr Unterstützung, damit wieder die täglichen Öffnungszeiten an der Brücke realisiert werden können. „Wir brauchen wieder unsere täglichen Beratungszeiten von mindestens sechs Stunden“, so die Vereinsvorsitzende. Der Wegfall habe auch wirtschaftliche Nachteile für die Region zur Folge gehabt. Jeder Tagesbesucher lasse rund 20 Euro am Ort. Durch die Beratungen seien viele zum Wiederkommen animiert worden. 

Nach der Wahl präsentierte Christa Trommer Bilder aus 20 Jahren Vereinstätigkeit. Der 57 Mitglieder starke Verein war am 30. Januar 1992 gegründet worden.

Zahlen & Fakten

Für das vorige Jahr listet der Fremdenverkehrsverein Nördliches Vogtland als Dienstleistungen auf: 15.571 Beratungen an der Göltzschtalbrücke, 78 Beratungen im Vereinsbüro, 355 Anfragen beantwortet, 119 Führungen und Rundfahrten, zahllose Werbeaktionen und Medienauftritte.

In den vergangenen 20 Jahren wurden gezählt: 934.810 Beratungen an der Brücke, 6434 beantwortete Anfragen.

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