BÖSENBRUNN — Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal – der Spruch vom Comedian Ralf Schmitz bewahrheitet sich jetzt im Rittergut Bösenbrunn auf seine Art: Das „Personal“ von Katzen auf Bildern, Tellern und Kunstwerke hält seit zwei Monaten jeden Sonntag das von Renate Oeser auf dem nahen Pfaffenberg begründete Katzencafé am Laufen. Erste Zwischenbilanz: Der Start zu Pfingsten war von der Resonanz überraschend gut, seither wechseln sich Licht und Schatten ab.

„Es gibt Gäste, die waren schon dreimal da.“ Christian Klemet Vorsitzender des Fördervereins Rittergut Bösenbrunn

Für den Förderverein Rittergut Bösenbrunn um seinen Vorsitzenden Christian Klemet gibt es keinen Grund zum Verzagen. „Es gibt Gäste aus Oelsnitz, die waren schon dreimal da. Der Besuch ist bunt gemischt. Einige haben das Katzencafé schon auf dem Pfaffenberg besucht, einige waren zum ersten Mal da – zum Beispiel auch Gäste aus Leipzig“, sagt der 32-Jährige.

Die Besucher aus der Messestadt waren von Zeitungsartikeln nach Bösenbrunn gelockt worden. Bei den Anfängen im knapp 290 Jahren alten Rittergut – vorerst ist die ehemalige Gaststube gestaltet, dazu gibt es größere Exponate im Eingangs- und  Außenbereich – soll es aber nicht bleiben, sagt Christian Klemet. Wie es weitergeht, ist aber noch nicht spruchreif und wird in enger Abstimmung mit der Gemeinde Bösenbrunn als Hauseigentümer verhandelt. Überlegungen gibt es zum Beispiel für eine Verkaufsbörse zu Katzenkunst.

Vorerst haben die Mitglieder aber nicht nur mit der wöchentlichen Öffnung, sondern auch mit der Katalogisierung der leihweise überlassenen Bestände des Katzenmuseums - Verein Frankfurt/Main zu tun. „Derzeit sind wir bei 4642 Stück“, erklärt Christian Klemet. „Wir sind aber noch nicht fertig, es werden über 5000, und mit Büchern etwa 10.000“, schätzt er ein. Gezeigt werden kann in den jetzigen Räumen nur ein Bruchteil davon. Was den Vereinsvorsitzenden freut: Die Zahl der Unterstützer beschränkt sich nicht nur auf die Vereinsmitglieder. „Unter den Spenden gibt es auch mal dreistellige Beiträge, das ist zwar die Ausnahme, sonst sind es Kleinbeträge.“

Eine Aktion ragt dabei heraus: Angelika Riechert aus Mylau hat viel Zeit und Mühe in die Gestaltung der Homepage für den Förderverein Rittergut Bösenbrunn gesteckt – Internet-Dienstleistungen für 2450 Euro, die sie dem Verein sponsert.

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