Die Aktion an der Weinholdschule nutzt jungen Leuten und Erwachsenen gleicher- maßen. Auch bei Feueralarm im Neuberinhaus.

Der Platz gegenüber des Neuberinhauses ist bei den Schülern als Pausenfläche oder Treffpunkt vor und nach der Schule beliebt. "Wenn man um die Ecke kommt, sieht das gleich ganz anders aus. So ein Einsatz kommt bei den Schülern besser an als Unkraut zu zupfen. Sie sehen, dass so eine Aktion nachhaltig ist", sagte Schulleiterin Iris Grundmann. Und: "Die Ordnung hier ist besser geworden, es wird nicht mehr so viel Müll abgelagert." Angelika Riechert vom Parkverein sagte: "Wir verbessern auch den Blick vom Neuberinhaus her. Ich fand beim Feueralarm bei einer Veranstaltung mit Katrin Weber toll, dass man sich hierhersetzen konnte."

Neue Farbe gab es für die liegende Installation des Künstlers Jörg Schulze aus Gera, die so etwas wie Gebrauchskunst ist. Wolfgang Richter vom Förderverein erklärte: "Den Marterpfahl lassen wir, der sieht noch gut aus. Da müsste ein Künstler ran, und wir brauchen ein Gerüst." Er machte sich schnell auf die Socken, als die orangene Farbe nicht reichte, und holte Nachschub.

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"Ich habe schon zuhause Zaun gestrichen", erklärte Erik aus der sechsten Klasse. Für die meisten Schüler war der Umgang mit dem Pinsel jedoch Neuland. Einige waren auch nicht auf den Arbeitseinsatz eingestellt oder hatten nicht daran gedacht, dass Farbe auch Flecken machen kann und man zum Arbeiten Arbeitskleidung anzieht. Die Hände wurden anschließend sorgfältig gereinigt, denn irgendwie waren alle ein wenig bunt geworden.

Die Aktion wurde aufgrund des Kooperationsvertrags zwischen der Schule und dem Förderverein veranstaltet. Die Vertreter des Fördervereins brachten Farben und Pinsel mit, die sie sich vorher in einem Farbengeschäft zusammenstellen ließen. Auch Getränke für die Helfer wurden gestellt. Bereits in den vergangenen drei Wochen haben die Jugendlichen den Platz im Rahmen von einzelnen Aktionen gepflegt. "Wir sind froh, dass die Schüler die Pflege übernommen haben", sagte Angelika Riechert. Jahrelang hatte der Parkverein Unterstützung gesucht, denn Reichenbach hat viele Park- und Grünanlagen, bei denen die Mitglieder gefragt sind.

Am Samstag zwischen 9 und 11 Uhr machen Helfer unter Leitung des Parkvereins noch einmal klar Schiff auf dem Gelände an der Weinholdstraße, bevor sie in den Reichenbacher Park der Generationen wechseln. Mitstreiter seien willkommen, wurde versichert.

 

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