Tanzverein hat klangvollen Namen in der Tangoszene – Paare reisen aus Vogtland, Chemnitz und Dresden an

Reichenbach/Plauen. Die Sehnsucht hat einen Namen, er lautet Tango Argentino. Für Samstagabend hatte der Tangoverein Plauen zur Milonga in die Malzhaus-Galerie eingeladen. Anlass war das dreijährige Bestehen. Es war die Nacht der großen Gesten und Gefühle. Und die begann mit einem Schnupperkurs für Neugierige. Eng umschlungen begaben sich die Tanzpaare auf das Parkett der Leidenschaft. Angelika und Thomas Riechert ließen sich von der Atmosphäre einfangen und nahmen Tuchfühlung auf. Die Reichenbacher feiern bald Silberne Hochzeit. Demnächst laufen sie mit dem Kreuzfahrt-Schiff in den Hafen von Buenos Aires ein. 

„Wir wollten einfach mal das Gefühl für Tango bekommen.“ Ständig gehen die Blicke zur Tanzfläche. Von der oberen Etage der Galerie hat das Paar die besten Aussichten. „Es ist ein sehr erotischer Tanz“, schwärmt Ehemann Thomas. Unten auf der Tanzfläche knistert es. Raffinierte Abendkleider sind unwiderstehliche Hingucker. Einen Augenblick später schleichen die beiden im Tango-Schritt eng umschlungen über die Dielen. Auch andere Paare lassen sich anstecken. Rita und Ulrich Paatsch aus Netzschkau absolvieren einen Kurs für Anfänger. „Hier lernt man interessante Leute kennen.“ 

Auf der Bühne greifen die Musiker von Cuarteto Bando zu Bandoneon, Violine und Bass. Sänger Cai Rodriguez nimmt die Gäste mit ins quirlige Buenos Aires. Die argentinische Metropole ist seine Heimat. Manche Tänzer schließen die Augen. Wie in Trance lassen sie sich treiben. Alles scheint im Fluss. Zwischendurch zeigt das internationale Showtanz-Paar Daniel und Lorena Ferro Tango in Perfektion. 

Carmen Otto aus Gera zupft sich kurz am Abendkleid. „Ich liebe dieses Lebensgefühl.“ Mit ihrem Mann ist sie häufig in Plauen. Wir fahren dorthin, wo Tango ist.“ Im Urlaub sei das nicht anders. 

Die Szene ist überschaubar, weiß Petra Lemnitzer vom Verein. „Man kennt sich.“ Es treffen sich Gleichgesinnte aus Linz, Bayreuth, Chemnitz und Dresden. „Nach drei Jahren haben wir uns einen Namen in der Tangoszene gemacht.“

Vereins-Schatzmeisterin Sabine Trentzsch kann sich ein Leben ohne Tango nicht mehr vorstellen. Vor zwei Jahren hat sie sich den Tanz-Virus eingefangen. Die Szene mache für sie die Faszination aus. „Jeder interpretiert den Tanz anders.“ Das Rollenspiel zwischen Mann und Frau komme voll zu Geltung. „Hier kann ich ganz Frau sein.“ (tv)

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